Schnatgang

Der Schnatgang der 3. Kompanie

Ins Leben gerufen wurde der Schnatgang der 3 Kp. durch den Hauptmann Hankemeier.
Jener Hauptmann hatte die Angewohnheit mit seinem Hund eine Runde durch den Lemgoer Wald zu laufen und an exponierter Stelle sein mitgebrachtes Butterbrot zu verzehren.
Im laufe der Zeit wurde der Kreis über die Offiziere und Rottmeister für alle geöffnet.

Für das Leibliche Wohl in Form von Leberwurst- und Kohlwurstbroten sorgt reihum ein Rottmeister.
An dieser Stelle auch ein ganz herzliches Dankeschön an unseren Schützenbruder Werner Kuseler, welcher die Tradition  weiterführt die Wurst für die Schnatgangsbrote zu Spenden.

Der Ausflug der Schnatgänger ist auch immer ein besonderes Erlebnis. Egal ob zu Fuß mit dem Planwagen oder mit dem Bus,
ein besonderes Programm ist immer garantiert.
Ins besonders sind hier auch die spontanen "Dönekens" zu erwähnen die immer wieder den Nachschub an "Tonnen" sichern. Eingeweihten sind Wetten wie z.B. die Teichwette oder der Donnerbalken sicher noch in guter Erinnerung :-)

Woher stammt das Wort Schnatgang ?

Darunter wird in der Regel der Gang entlang einer Gemeinde- bzw. Gemarkungsgrenze verstanden. Solche Begehungen haben eine weit in die Geschiche Westfales zurückreichende Tradition.


Schnatgänge sind bereits für das mittelalterliche 13. und 14. Jahrhundert dokumentiert. In früheren Jahrhunderten allerdings verbarg sich dahinter keine "feuchtfröhliche" sogenannte Brauchtumspflege, sondern eine handfeste Notwendigkeit. Sie erklärt sich aus der doppelte Bedeutung des Wortes "Schnat".
Der Schnatgang hat nichts mit dem Schnattern der Gänse zu tun, sondern ist vielmehr eng verwandt mit den Worten "Schnitt" und "schneiden". Wie das berühmte "Deutsche Wörterbuch" der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mitteilt, verbirgt sich hinter der Bezeichnung "Schnat" ein "Einschnitt" – oder genauer: "ein Zeichen in Stein, Baum oder in dem Erdboden". Solche Zeichen wurden in früheren Jahrhunderten markiert von Bauern, die die Nutzungsrechte in der gemeinen Mark hatten. Diese Festlegung wurde in der Regel an Ort und Stelle getroffen – eben bei einem "Schnatgang" durch die Markenländereien, Heiden und Waldflächen.

Zum anderen bedeutet "Schnat" soviel wie "Grenze", die ja auch ein "Schnitt" durch die Landschaften und Regionen darstellt. "Die Heimschnat ist in Westfalen die Grenze einer Dorfflur, die Flurgrenze", heißt es um 1800 in einem Nachschlagewerk. Bei Schnatgängen kontrollierte man also den Zustand der Grenzen zu den Nachbargemeinden bzw. zu den benachbarten Herrschaftsgebieten. Überprüft wurde dabei vor allem der Zustand der Brücken, Wege, Grenzmarkierungen und der Verteidigungsanlagen. Wehranlagen und unerlaubte Grenzübertritte zwischen benachbarten Dörfern müssen heute gottlob nicht mehr kontrolliert werden, zumindest nicht mehr in Mitteleuropa. Geblieben aber ist der Schnatgang als geselliges Miteinander, nicht selten von Vereinen benachbarter Orte oder Bauernschaften durchgeführt oder wiederbelebt. Es ist ja auch nicht die schlechteste Idee, die eigene Lebenswelt einmal von außen, von der Grenze her, in Augenschein zu nehmen.


Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lipp (In Auszügen)

Heimat der Schnatgänger

In der kalten Jahreszeit findet der Abschluß in der "Friesenstube" bei unserem Schützenbruder Kalle statt.
Dir Kalle und Deiner lieben Birgit möchten wir an dieser Stelle einen ganz besonderen Dank aussprechen, es ist nicht selbstverständlich sein Lokal am Sonntag in aller Frühe nur für die Schnatgänger zu öffnen.

 


Darum an dieser Stelle für Euch das höchste was wir vergeben können: Ein dreifaches Schützen hoch.

Aktuell

15.12.2018 Weihnachtsfeier Schützenhaus Lemgo

Jeden dritten Freitag ab 19:00 Uhr Batl. Damenschießen, hier sind alle Damen, herzlich willkommen